Innenraum heute

St. Cosmae et Damiani zu Dörverden

Der Ort, auf dem unsere Kirche steht war wohl ein uralter Kult- und Gerichtsplatz. Im Jahr 810 wurde nach den ersten Versuchen der Chrsitianisierung unserer Region das Bistum Verden gegründet.

Kurz nach 900 wird in Dörverden eine erste Kirche aus Holz errichtet worden sein. Schon bald nach der Gründung wurde ihr der Name "St. Cosmae et Damiani" verliehen - nach den Ärzten Cosmas und Damian, die im 3. Jahrhundert in Kilikien als christliche Ärzte gewirkt haben, und deren Reliquien im 10. Jahrhundert nach Norddeutschland gelangten.

Innenraum vor 1972

Bauepochen

Vor ca. 750 Jahren, im 13. Jahrhundert, wurde das vorherige Kirchengebäude aus Holz durch eine solidere Steinkirche aus Sandstein ersetzt.

Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche nach Osten um zwei Joche mit Kreuzgewölbe als Backsteinbau erweitert.

In der Barockzeit wurde die Kirche innen umgestaltet, der jetzige Altar, die Kanzel und Teile der Empore stammen aus der Zeit.

Schließlich wurde im 19. Jahrhundert der ursprüngliche Turm, der auf dem westlichsten Joch saß, wegen Baufälligkeit abgerissen. Es wurde der heutige Turm in neugotischem Stil durch Kirchenbaumeister C. W. Hase erbaut.

Trotz der zahlreichen Umbauten ist ein harmonischer, freundlicher Kirchenraum erhalten geblieben, nicht zuletzt durch die Renovierungen von 1972 und 1998.

Fenster von Hermann Lindner

Ausstattung

Neben dem schlichten Taufstein aus dem 15. Jahrhundert und dem Altar sowie der Kanzel aus der Barockzeit finden sich in unserer Kirche einige Kunstwerke aus jüngster Zeit:

Zwei Farbglasfenster im Osten aus den 1920er Jahren,
zwei Farbglasfenster im Kirchenschiff von 1973 des Künstlers Heinz Lilienthal, die Jesu Taufe und das letzte Mahl darstellen,
und vier Farbglasfenster im Altarbereich von 1994 des Künstlers Hermann Lindner aus Stralsund: Verkündigung der Geburt an die Hirten und eine Weihnachtsdarstellung an der Nordseite, sowie Kreuzigung und Auferstehung an der Südseite.

Schließlich wurde 1995 noch an der Nordwand ein großes Holz-Kruzifix aus der Werkstatt von Günther Holzheimer aus Franken angebracht.